Unsere christlichen Werte – Die 10 Gebote

Wer hat noch nicht davon gehört, von den 10 Geboten, laut Überlieferung in Steintafeln gehauenen 10 Gesetzen, die Mose, wie es geschrieben steht, direkt von Gott erhalten haben soll. Sie begleiten uns Christen seit unserer Schulzeit, aber Hand aufs Herz, wer kennt sie wirklich und kann sie noch komplett und in der richtigen Reihenfolge aufzählen?

Diese 10 Gebote erscheinen auf den ersten Blick, als ob uns Gott damit den ganzen Spaß am Leben verderben möchte, aber er wollte uns damit auf keinen Fall etwas „z´Fleiß“ tun … nein, auf gar keinen Fall! Genau betrachtet und mögliche Übersetzungsungenauigkeiten einmal beiseite lassend ist der Name „Gebote“ meines Erachtens nach schon nicht richtig. Es müsste eigentlich richtiger  „10 Überlebensregeln“ heißen, da diese eigentlich die Basis für jedes menschliche und gesellschaftliche Miteinander bilden.

„Du sollst nicht stehlen“, „Du sollst nicht töten“, „Du sollst nicht die Unwahrheit sagen“, „Du sollst keinen Ehebruch begehen“, sind nur vier aus diesen zehn, die nicht nur für uns Christen und ein unkompliziertes und gedeihliches Miteinander eigentlich selbstverständlich sein sollten.

Außerdem und nach dem Dafürhalten vieler Christen sollte es in diesem ersten christlichen Regelwerk auch nicht „Du musst“, „Du sollst“ oder „Du darfst nicht“ heißen. Bei tieferem Befassen mit der Frohbotschaft und der Liebe, dem Sterben und dem Auferstehen von Jesus Christus, auf die wir Christen uns ja berufen, kommen wir fast von alleine zur Erkenntnis, dass es eigentlich heißen müsste: „Freund, bei all dem, was ich für Dich und alle Menschen gegeben habe, WIRST DU DOCH NICHT … stehlen, töten, ehebrechen, etc.! Du WIRST es nicht tun, ich TRAU dir das gar nicht zu!“

Für uns Menschen ist dies eine echte Herausforderung, fast ein Zugzwang, wobei das Wort „Zugzwang“ wieder nicht richtig ist. Bei Gott gibt es keinen Zwang! Nein, es gleicht einer freudigen Erwartungshaltung, einem Vertrauensvorschuss und einer Ermutigung Gottes zugleich! Er traut mir ganz einfach nicht zu, dass ich mich falsch verhalte, er rechnet damit, dass ich diese Quelle des Lebens nicht verschmutze!

Aus LIEBE zu Jesus WERDE ICH DOCH NICHT! Aus LIEBE zu ihm alleine und nicht, weil ich muss, soll oder nicht darf! Ist ja schwierig genug, wie wir alle wissen…

Und diese LIEBE, wo es um unser Bemühen geht, ist ein weiterer christlicher Wert, der ein anderes Mal Thema sein soll.

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